Kreolische Sprachen und Kulturen in der Lusophonie

Zum Begriff des Kreolischen:

Der Begriff ist etwas unklar und sogar verwirrend, da mit ihm Unterschiedliches gemeint werden kann. Von der Etymologie her (Wortgeschichte) kommt kreolisch aus dem Portugiesischen von crioulo = criar und meint:

Erstens eine Person europäischer Abstammung, die in den portugiesischen Überseegebieten geboren wurde (auf Portugiesisch: colônias do ultramar – später províncias do ultramar). Hier bezieht sich der Begriff also auf Weiße, was für die Kreolen auf den Kapverden nicht zutrifft.

Zusammenarbeit Kap Verde – Microsoft

Die Regierung von Kap Verde und das multinationale Unternehmen Microsoft verhandeln gegenwärtig ein Abkommen über Zusammenarbeit.

Es geht um drei große Gebiete – die computergestützte Regierungstätigkeit, die Bildung und die Gemeinden. Microsoft soll die technische Unterstützung, die Erteilung von Lizenzen, die jeweilige Aktualisierung der Microsoft-Produkte und die Bildungsarbeit gewährleisten.

Bei den Verhandlungen geht es auch um die Finanzierung und die Terminisierung der Zusammenarbeit.

David Hopffer-Almada will für den Posten des Staatspräsidenten kandidieren

Der Anwalt David Hopffer-Almada will im Jahre 2006 bei den Präsidentschaftswahlen kandidieren. David Hopffer-Almada wurde unlängst als Präsident der Gesellschaft zum Schutz der Autorenrechte gewählt. Er war früher Präsident der Vereinigung kapverdischer Autoren. In der ersten Republik war er Minister für Justiz und Minister für Kultur, Jugend und Sport. (Er bekleidet gegenwärtig den Posten des Honorarkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Kap Verde – Anm. d. Übers.)

Die Regierung ringt um die Überwindung der Isolation der Insel São Nicolau noch in diesem Jahr

Die Regierung hat in der Nationalversammlung die baldmöglichste Schaffung eines Netzwerkes von intrainsularen Seetransporten verkündet, das der Isolation der Insel São Nicolau ein Ende setzen wird.

Es gäbe bereits fertige Projekte von Privatunternehmen für die Seeverbindungen zwischen allen Inseln. Sowie São Nicolau Teil dieses Netzwerkes wird, wird seine Isolation überwunden sein.

Die Vollendung des neuen Flughafens in Praia wird die Situation hinsichtlich der Flugverbindungen nach São Nicolau verändern.

Studie über die Diagnose der Armut

In der Studie der Weltbank und des Nationalen Instituts für Statistik wird vermerkt, dass es im Kampf gegen die Armut Erfolge gab, eine akzentuierte Ungleichheit jedoch zugenommen habe. „Wir sind weniger arm, aber wir haben relativ mehr Arme.“

Zwischen 1989 und 2002 sank die absolute Armut aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums um 12 %. Den Kriterien zufolge betrug sie 1989 49 %, im Jahre 2002 37 %.

Cidade Velha in Cidade de Santiago umbenannt

Auf Beschluss der Nationalversammlung von Kap Verde wird Cidade Velha mit Wirkung vom 1. Mai 2005 in Cidade de Santiago umbenannt.

Die Cidade Velha erhält somit den Status einer Stadt zurück, den sie seit ihrer Gründung im XVI. Jahrhundert innehatte.

Es war im Hafen von Ribeira Grande – der heutigen Cidade Velha – wo die ersten portugiesischen Seefahrer, António da Noli und Diego Afonso, im Jahre 1460 landeten. Die Insel Sam Jacob (Santiago) wurde in zwei Erblehen aufgeteilt und den beiden Entdeckern zugeteilt.

Wenig Vertrauen in die Massenmedia

Das Journal „A Semana“ veröffentlichte eine Studie, wonach ein prozentuell bedeutender Teil der kapverdischen Bevölkerung wenig Vertrauen in die öffentlichen und privaten Massenmedia hat.

Der Studie zufolge vertrauen 54 % der Befragten nicht den öffentlichen und 50 % nicht den privaten Massenmedia.

Die Befragungen fanden im Oktober 2004 auf den Inseln Santiago, Sao Vicente, Santo Antao und Fogo statt.

Quelle: Inforpress, Kap Verde, 21. Februar 2005

Portugal gibt den armen Ländern wenig

Portugal gehört zu den europäischen Ländern, die einen geringen Beitrag zur Entwicklung der armen Länder leisten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Qxfam Internacional, der Eurodad und der Actionaid, die Vereinigungen der Nichtregierungsorganisationen sind.

1970 hatten die reichen Länder beschlossen, im darauffolgendem Jahrzehnt 0,7 % ihres Bruttoinlandproduktes den armen Ländern zur Verfügung zu stellen. Nur fünf Länder kommen ihrer Verpflichtung nach, davon vier europäische:

Dänemark0,84 %
Holland0,81 %
Luxemburg0,80 %
Schweden0,70 %