Kap Verde als touristisches Ziel

Gemäß einer Umfrage des britischen Fernsehsenders „Channel 4“ figuriert Kap Verde auf der Liste der 20 bevorzugten Touristik-Länder. Auf der Liste findet man u.a. Spanien, Frankreich, Zypern, Griechenland, die Türkei, Südafrika, Bulgarien und Florida. Als Kriterien dienten der Wert, die Erreichbarkeit, der Komfort und das Investitionspotential.

Quelle: Rádio Comercial, Kap Verde, 14. Januar 2005

Neue Strafprozessordnung

Der Ministerrat der Republik Kap Verde hat die neue Strafprozessordnung bestätigt. Sie ersetzt die von den Portugiesen 1929 in Kraft gesetzte Strafprozessordnung.
Die neue Ordnung geht a priori von der Unschuldsvermutung des Angeklagten aus. Sie erlaubt die freie Wahl des Verteidigers. Sie legt den freien Zugang der Öffentlichkeit zu den Gerichtsverhandlungen fest. Aussagen, die unter der Folter bzw. unter Anwendung von Gewalt erzielt wurden, werden als null und nichtig eingestuft.

Quelle: Inforpress, Kap Verde, 13. Januar 2005

Kreolisch wird zur Staatssprache

Der Minister für Kultur, Manuel Veiga, erklärte, dass die Erklärung des Kreolischen zur Staatssprache noch vor Juli 2005 mittels eines Gesetzes erfolgen werde. Im 30. Jahr der nationalen Unabhängigkeit sei es an der Zeit, dem Kreolischen den Platz einzuräumen, der ihm zusteht.
Diese politische Entscheidung muss nunmehr juristische Kraft erlangen, um dem Kreolischen die erforderliche Stärke zu verleihen.
Diese Anerkennung bedeutet, dass Kreolisch in den Schulen unterrichtet werden wird und dass es in den Massenmedien weitaus mehr als bisher als Kommunikationsmittel genutzt wird.

2005 wird Jahr der Solidarität

Das Jahr 2005 wird das Jahr der Solidarität sein. Die Regierung von Kap Verde wird die Kapverdische Stiftung für Solidarität gründen, deren Ziel die intensive Unterstützung der am meisten benachteiligten Schichten auf den verschiedensten Gebieten sein wird. Vorrangige Zielgruppen werden Kinder, Frauen und Senioren sein.

Zur Jugendkriminalität

Der Bischof von Mindelo zeigte sich über die hohe Anzahl von jungen Strafgefangenen in den Gefängnissen von Kap Verde beeindruckt. Das sei ein Zeichen der Verarmung der kapverdischen Gesellschaft im Sinne ihrer Werte.
Hier reicht kein Lamentieren, denn es löst nichts. Man muss der Situation ins Angesicht schauen, überlegen, wie man diesen Jugendlichen helfen kann, wie man verhindern kann, dass weitere Jugendliche in die gleiche Situation kommen.

Quelle: Rádio Comercial, Kap Verde, 30. Dezember 2004

Kreolische Sprachen und Kulturen in der Lusophonie

Referent: Prof. Dr. Michael Scotti-Rosin
(Romanisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz/Mitherausgeber der Zeitschrift „Lusorama – Zeitschrift für Lusitanistik“)

Der Europäisch-Kapverdischer Freundeskreis e. V. lädt Sie sehr herzlich zu dieser Veranstaltung ein.

Termin: Freitag, 25. Februar 2005, Zeit: 20:00 Uhr

Ort: Gymnasium Farmsen, Swebenhöhe 50, 22159 Hamburg-Farmsen