Zum Mordanschlag auf den Staatsanwalt der Republik

Zum Mordanschlag auf den Staatsanwalt der Republik

Präsident Pedro Pires hat seiner Besorgnis im Zusammenhang mit dem Mordanschlag auf den Staatsanwalt der Republik Ausdruck verliehen. Es sei für das Land von grundlegender Bedeutung, sofort präventive Maßnahmen zu ergreifen. Der Kampf gegen die organisierte Kriminalität kann nicht in isolierter Form erfolgen. Kap Verde müsse danach streben, weitere Staaten im Kampf gegen diese Art Verbrechen einzubeziehen.

Das Attentat fand in der vergangenen Woche statt. Der Staatsanwalt wurde von drei Schüssen getroffen. Seine Ehefrau und zwei Kinder wurden ebenfalls verletzt. (Laut Presseberichten wurde der Staatsanwalt zur weiteren Behandlung und aus Sicherheitsgründen nach Lissabon überführt.)

Der Generalstaatsanwalt der Republik erklärte, dass als Auslöser des Attentates die Beteiligung des Staatsanwaltes an sensiblen Untersuchungen gegen den Drogenhandel angesehen werden können.

Präsident Pedro Pires unterstrich, dass man diesen Typ des Verbrechens unterbinden müsse, gefährde er doch die Entwicklung des Landes.

Das Attentat erfolgte nur einige Tage nach der Ermordung eines bekannten kapverdischen Unternehmers. Die Umstände sind bisher unbekannt, es gäbe jedoch Indizien dafür, dass beide Vorfälle untereinander verbunden seien.

In den letzten Monaten wurden in Kap Verde und im Flughafen von Lissabon hunderte von Kilos Kokain sowie einige Dutzend Personen verhaftet.

In der Hauptstadt Senegals wurden zwei Personen daran gehindert, Maschinenpistolen vom Typ Kalaschnikow auf die Kapverden zu transportieren.

Quelle:Rádio Comercial und LUSA, Kap Verde, 13. Dezember 2004
Arne Lund
9.2.2005