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Eine der ärmsten Regionen der Welt und zugleich florierendes Touristenziel – in kaum einem andern Land liegen arm und reich so nah zusammen wie auf den Kapverdischen Inseln. Der Vortrag versucht dieses Spannungsgefälle aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten und zugleich die Vielgestaltigkeit der 15 Vulkaninseln, neun davon bewohnt, näher zu bringen.
Mit diesen Titeln zweier Fernsehsendungen wurde das Interesse der Referenten an dem Inselarchipel im Atlantik geweckt. Drei Jahre lang beschäftigten sich beide mit den Kapverden bevor sie – nach dem Besuch der Festlichkeiten zum 30. Unabhängigkeitstag der Republik Kap Verde im Juli des vergangenen Jahres in Hamburg – im Oktober 2005 zu einer zweiwöchigen Rundreise aufbrachen, um das Land zu „entdecken“.
Drei Wochen nach den Parlamentswahlen waren insgesamt 323.554 kapverdische Staatsbürger (272.020 „Inländer“ sowie 51.534 „Estrangeiros“) dazu aufgerufen, ihr Staatsoberhaupt für die kommenden fünf Jahre zu wählen.

Die Wählerinnen und Wähler hatten die Wahl zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten Pedro Pires und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Carlos Veiga. Der Ausgang der Wahl war mit Spannung erwartet worden: 2001 hatte Pires mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur zwölf Wählerstimmen gewonnen.
Laut dem State Department der USA respektiert die kapverdische Regierung die Religionsfreiheit. Es existieren freundliche Beziehungen zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Die Regierung schützt auf allen Ebenen diesen Stand der Dinge und erlaubt niemandem einen diesbezüglichen Missbrauch. Die katholische Kirche habe eine privilegierte Rolle im Lande.

(Quelle: Paralelo 14, Kap Verde, 10. November 2005, Zusammenfassende Übersetzung)
Die größte Herausforderung für den afrikanischen Kontinent ist die Überwindung der Schwäche des Staates.

„Es scheint mir, dass die Konflikte nicht die Ursache, sondern das Ergebnis der politischen und institutionellen Schwäche des Staates sind“ erklärte der Chef der kapverdischen Regierung in seiner Rede auf dem Seminar „Portugal, die USA und das Südliche Afrika“, das in der vergangenen Woche in Lissabon stattfand und eine gemeinsame Initiative der Luso-Amerikanischen Stiftung Portugals und des Portugiesischen Instituts für Internationale Beziehungen war.
Die Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union für Frieden, Stabilität und Entwicklung in Afrika wurde vom Ministerpräsidenten Kap Verdes, Neves, und dem portugiesischen Minister für Verteidigung, Luís Amado, anlässlich eines Seminars zum Thema „Portugal, die Vereinigten Staaten und das Südliche Afrika“ in Lissabon ausdrücklich befürwortet.
Kap Verde wurde erneut ausgewählt, Fonds des Millenium Challenge Accounts (MCA) der USA zu erhalten. Die Mittel sind für das Finanzjahr 2006 bestimmt.

Zugunsten Kap Verdes wirkten sich aus die besseren Indikatoren auf den Gebieten Demokratie und Rechtstaat, Investitionen für die Menschen, die bessere Performance bei der Realisierung der im Jahre 2004 im Rahmen des MCA vereinbarten Projekte und die Schaffung besserer Bedingungen für die Wirtschaft.