Zum Tod von Johannes Paul II

Zum Tod von Johannes Paul II

Der Präsident der Republik Kap Verde erklärte, dass der Tod von Papst Johannes Paul II einen Verlust für die gesamte Menschheit darstelle. Er war eine moralische Autorität größten Formats.

Johannes Paul II habe unauslöschlich die jüngste Geschichte der Menschheit geprägt.

Die Botschaften des Papstes an ihn habe Präsident Pires stets als profund sowie als Quellen der Inspiration für die Förderung des Friedens, der gegenseitigen Achtung, der Toleranz und der Solidarität betrachtet.

Ministerpräsident José Maria Neves verkündete eine dreitägige Staatstrauer. In einer Botschaft an den Bischof von Santiago unterstrich er die besondere Kraft der Überzeugungen von Johannes Paul II.

Der Bischof von Santiago, D. Paulino Évora erinnerte an den Besuch des Papstes in Kap Verde im Jahre 1990. Der Papst erklärte zum Abschluß seines Besuches, dass das Volk von Kap Verde ein Volk mit großer Würde sei.

Die Konferenz der Bischöfe von Südafrika behandelte mit großer Skepsis den Gedanken, dass der nächste Papst ein Afrikaner sein könnte. Man glaube nicht, hierfür eine ausreichend starke Lobby zu haben. Nur 11 der 117 Mitglieder des Konklaves sind Afrikaner. Der nigerianische Kardinal Francis Arzine, 72 Jahre alt, steht in der Hierarchie des Vatikans an 4. Stelle. Arinze wird als charismatisch eingeschätzt. Er war Johannes Paul II sehr ergeben. Arzine ist aus theologischer Sicht sehr konservativ. Er habe keine Furcht, seine Ansichten öffentlich kundzutun. Arzine könnte der Herausforderung der Expansion des Islamismus entgegentreten. Er genießt die Unterstützung des anglikanischen Bischofs und Nobelpreisträgers Desmond Tutu.

Während der gesamten Kirchengeschichte gab es lediglich 3 afrikanische Päpste, der letzte von ihnen St. Gelasio (492 - 496).

Ausgehend davon, dass der Katholizismus in Europa verfällt, während er in der Welt der Entwicklungsländer zunimmt, nährt dies Theorien, wonach der neue Papst aus einem lateinamerikanischen oder afrikanischen Land kommen müsste. Mit 130 Millionen Katholiken lebt in Afrika ein Zehntel aller katholischen Gläubigen.

Quellen: Rádio Comercial, Kap Verde 03. April 2005 sowie Visao News, USA 04. April 2005 – zusammenfassende Übersetzung
Arne Lund
8.5.2005